Frühkindliche Hörminderung


Eine Schwerhörigkeit im Kindesalter kann angeboren sein oder sich
erst später entwickeln. Frühkindliche Hörstörungen treten in einer
Häufigkeit von 1:1000 auf, eine angeborene Taubheit im Verhältnis
2:100000. Ursachen hierfür können eine familiäre Belastung,
Fehlbildungen, Syndromerkrankungen, bestimmte Infektionen
(Röteln, Toxoplasmose, Zytomegalie, Listeriose) oder die Einnahme
schädigender Medikamente in der Schwangerschaft sein. Neben der
Untersuchung des Gehörganges und des Trommelfells ist eine
komplexe Schwangerschaftsanamnese wichtig. Durch rechtzeitiges
Erkennung einer Hörstörung des Neugeborenen (Screening) ist eine
adäquate Frühversorgung durch eine Hörgeräteanpassung oder die
Versorgung mit einem Cochlear Implant (CI) möglich.

Die häufigste Ursache einer später erworbenen Hörstörung
sind Paukenergüsse. Hierbei handelt es sich um eine
Flüssigkeitsansammlung hinter dem Trommelfell, die meistens
in Zusammenhang mit vergrößerten Rachenpolypen auftritt.
Die Kinder weisen neben einer Hörminderung meistens auch
mehrere Mittelohrentzündungen und nächtliches Schnarchen in
der Vorgeschichte auf. Dieser Erguss sollte möglichst frühzeitig
zunächst konservativ evtl. auch operativ therapiert werden, da
sonst die Kinder in ihrer Sprachentwicklung verzögert sein können.

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